Pfarrverband Hl. Franz von Assisi
Geistliche Angebote
Pfarrverband Hl. Franz von Assisi Bergen - Erlstätt - Grabenstätt - Vachendorf Tüttenseestr. 2 83355 Grabenstätt
Buße
Das Bußsakrament Wenn wir Menschen uns in „verfahrenen” Situationen befinden, aus den „alten Geleisen” nicht mehr herauskommen und die Signale des Lebens auf Rot stehen, dann gibt uns Gott eine Chance zur Richtungsänderung, dann stellt er die Weichen neu. Wir bieten die Beichtgelegenheiten in unseren Kirchen an. Die Zeiten erfahren sie bei den einzelnen Pfarrgemeinden. In der Karwoche stehen zusätzliche Termine zur Verfügung, die Sie bitte jeweils aus der Gottesdienstordnung entnehmen. Es besteht außerdem die Möglichkeit zu einem Beichtgespräch nach vorheriger Vereinbarung mit dem einzelnen Pater. Gedanken zur heutigen Beichtpraxis Die frühere Beichtpraxis ist wie ein Kartenhaus zusammengebrochen. Die Argumente: Beichte als Selbstkontrolle sowie Beichte als Gnadensammlung werden nicht mehr akzeptiert. Das bekannte Wort: „Ich sage immer dasselbe, er sagt immer dasselbe - und alles bleibt auch immer dasselbe”, drang ins Allgemeinbewusstsein ein. Soweit die Christen überhaupt noch im Strahlbereich von Glaubenskräften stehen, erkennen sie die Notwendigkeit der Buße an, sie versuchen Umkehr - nur erwarten sie eine fachmännische Hilfe, die einer veränderten Welt angepasst ist. Die gegenwärtige Situation hat von zwei Punkten auszugehen. 1.Anthropologisch handelt es sich um eine Beziehung von „Not und Hilfe”. Der Schuldige ist in Not und erwartet Hilfe. Hilfe soll verstehen, wirklich helfen und im höchsten Auftrag gegeben werden können. Der andere Ausgangspunkt ist die gegenwärtige ekklesiologische Situation. 2.Ekklesiologisch gibt es für die Buße der Christen heute zwei Möglichkeiten: die anonyme Beichte und das Beichtgespräch. Die Bußfeier ist keine Beichte. Niemand darf den Menschen den verschwiegensten und intimsten Ort der Welt, den Ohrenbeichte- Beichtstuhl, nehmen! Wie oft dort Frieden zwischen Gott und Mensch, Mensch und Mensch gestiftet, wie viel Negatives abgebaut und Positives für die Gesellschaft in die Wege geleitet wird, wissen nur die, die jahrelang im Beichtstuhl gesessen sind. Hier ist für viele die einzige Stelle in der Welt, wo sie ihre Not los werden können. Denn Schuld wirkt im Menschen; sie frisst alle Ruhe auf. Sie muss heraus. Die Beichte ist psychohygienisch ein Befreiungsort von geheimsten Ängsten, eine Tankstation für Lebensmut, eine geheime Kontaktstelle zwischen Menschenwelt und Transzendenz. Im Beichtgespräch will der Betreffende herausfinden, wo die geheimen Weichenstellungen und die Vorentscheidungen für sein Schuldigwerden liegen. Viele brauchen ein solches Beichtgespräch nur ein paar Mal im Leben oder einmal im Jahr. Großen Wert muss man auf die Gewissensbildung legen, denn die meisten Christen brauchen Gewissensbildung. Einerseits lehnen sie die Beichte ab, andererseits sind sie im Gewissen so unselbstständig, dass sie schon deshalb Ängste und ein schlechtes Gewissen 
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